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Gewalt ist keine Privatsache!

Bei der Gewalt in engen sozialen Beziehungen handelt es sich um ein komplexes Phänomen. Sie kommt in jeder Art von Zusammenleben, unabhängig von Bildung oder Einkommen, Geschlecht oder Alter vor. Als Resultat struktureller Ungleichheit zwischen den Geschlechtern tritt sie in unterschiedlichen Formen auf. Sie kann auf körperlicher, sexueller, psychischer, ökonomischer oder sozialer Ebene ausgeübt werden und richtet sich außer gegen Lebenspartnerinnen und Lebenspartner auch gegen ältere Menschen, pflegebedürftige Personen und Menschen mit Behinderungen. Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund können von sogenannter „Gewalt im Namen der Ehre“ betroffen sein.

Eine europäische Studie der FRA (Agentur der Europäischen Union für Grundrecht) aus dem Jahr 2014 ergab, dass in Deutschland jede dritte Frau körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Polizeistatistiken der Bundesländer zufolge sind zu 71-90% Frauen von dieser Gewalt betroffen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Gesetze angepasst und neu installiert, um Betroffenen zu helfen.

Die Beratungsstellen können Sie dabei unterstützen, den für Sie bestmöglichen Weg zu finden. Die Beratung für Sie oder Ihnen nahestehende Personen erfolgt kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym.

 

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